Sichtweisen über die Bildung eines palästinensischen Staates, als Vordiskussion zu einer Initiative über eine entsprechende EU-Räson-Forderung

…in dem auch kürzlich eine (von mir boykottierte) Fußball-WM stattfand.
…von dem wir Gas beziehen, seitdem unser anderer vormals guter Kumpel Putin ein wenig aus der Rolle gefallen ist.
…mit dem wir auch ansonsten gute Geschäfte machen.

Nur damit wir das nicht vergessen - in der Ausübung unserer deutschen Staatsräson.
Was Al Jazeera angeht - klar. Schwimmt derzeit auf der gleichen Welle wie Putins Sprachrohre, wobei der Sender früher (10+ Jahre) auch von den ÖRs in DE zitiert wurde.

Damit hast du wohl recht. Im Kern kann es nur eine Zweistaaten-Lösung MIT vorher ausgehandelten gegenseitigen Sicherheitsgarantien geben. Die Aushandlung wäre dann der von dir nebulös (konkrete Vorschläge → Friedensnobelpreis…) eingeforderte Friedensprozess.

Genau so ist das und wenn es, wie in der digitalen Welt, zwischen einer bösen Null und einer ebenso bösen Eins nichts gibt, nennt man das wohl Dilemma.

Kein Fakt? Ich denke schon - genau wie die Verbrechen der Hamas unbestreitbar sind. Beides ist zu verurteilen und beidem muss man nachgehen, indem man die verantwortlichen Verbrecher am Ende den Haag zuführt. Die monströsen Hamas-Führer, ihre Mordgesellen, ihre Geldgeber (Katar…) und aber auch Bibi (Netanyau) und sein Gefolge mit den blutigen Händen, was vermutlich auch ein paar Führungskräfte der israelischen Regierung einschließt.

Und die Folgen wären?

Und für den nicht mal Onkel Joe aus Amerika mehr die nötigen Waffen liefern mag, weil er diesen Kampf für etwas „übertrieben“ hält. Also - wenn Fakten gewürdigt werden sollen, dann doch bitte alle.

Für mich definitiv nicht. Aber, um nur ein Beispiel aus diesem Krieg zu benennen: Bomber Harris halte ich ebenfalls für einen Kriegsverbrecher. Oder wollen wir uns jetzt zu der gerne genutzten Strategie aller Übeltäter „der Zweck heiligt die Mittel“ bekennen?

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Ihr vergesst bitte nicht, dass es sich hier nicht um ein VOLK im Sinne von Russen in Russland, Iren in Irland, Franzosen in Frankreich handelt, sondern um eine Religion, die in vielen unterschiedlichen Ländern praktiziert werden - wie der Islam. Es ist nur eine Religion.

Viel wichtiger wäre es, endlich Religion von Politik strikt zu trennen.

Das „Volk Israel“ ist eibne reine Erfindung der Bibelschreiber. Und der Islam, der jünger ist als das Jutentum, ist ebenso nur eine Religion.
In unseren Breiten war die katholische Kirche die politische Macht, die vieles lenkte, sofern sich die Fürsten, Könige oder Kaiser haben davon einnehmen lassen. Da steh dann oft in der Historie, der / die standen der Kirche nah und haben entsprechend Gesetze erlessen.

Selbst die Beschneidung ist im Judentum und dem Islam gleich.
Auch die Unterdrückung der Frau (bei den Orthodoxen Juden, die der altten jüdischen Lehre näher stehen) - ähnlich beim Islam und durch falschverstandene und abgewandelte Surenübersetzung durch Imame sogar überspitzt (Burka).
Im Katholozismus trugen die Frauen auch Kopftücher … in der Kirche oder zu kirchlichen Festen.

Und alle Religionen haben noch etwas gemeinsam: das Feiern.

Also ich wünsche mir ein Palästina mit gemischten Religionen, die sich gegenseitig akzeptieren und nicht einen Zufluchtsort für eine falschverstandene Volkshetze - wer verfolgt wurde geht nach Palästina und nimmt sich, was einem nicht gehört. Das war und ist der falsche Weg.

Es gibt viele Orte direkt neben dem Staat Israel, wo auch Landwirtschaft möglich ist. Aber das wollen die Hamas-Leute nicht. Sie wollen die Auslöschung der Menschen.
Umgekehrt sieht es fast auch so aus - mit dem Wissen, dass nicht alle Muslime ermordet werden können. Muslimischgläubige Menschen werden aus ihren Häusern vertrieben - also auch nicht so nett.

Ich war in Israel 1986. Das hat mir auch ein Israel gezeigt, welches Täter sein kann - und das ohne mit der Wimper zu zucken.

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Mit dieser Aussage tue ich mich schwer.
Die offizielle Definition von „volk“ und"Religion" hab ich gerade nicht parat aber als ich mich mit der Geschichte des Balkans beschäftigt habe , musste ich feststellen, dass diese beiden Begriffe nicht immer so leicht zu trennen sind.

Im Prinzip haben wir auf dem Balkan auch drei Religionen. ( Die Juden und evtl. andere kleinere Gruppen nicht mitgezählt) Manchmal spricht man aber auch von Ethnien. Ich denke das Völker nicht Star und immer gleich sind, Sondern im Laufe der Geschichte Wachsen.
Sie können sich Teilen oder sich Zusammenfügen.

Hier sowohl den Israelis als auch den Palästinensern abzusprechen ein Volk zu sein finde ich schwierig.

Allerdings würde ich es befürworten wenn wir einfach aufhören würden uns als Völker zu definieren und es reichen würde , dass wir alle Lebewesen sind.

Dem stimme ich voll zu.

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das sind komplexe sozio-dynamischen Phänomene, die vllt. nur mit so etwas wie ‚Corpgeist‘ umfassender beschrieben werden müssten.
Dominante oder gar ausschließliche Religionspraxis (beweusst unterschieden von Religion an sich), Sprache, Humor, Kochgewohnheiten, etc.
Oft also triviale Differenzen.

Oder besser: Lokalpatriotismus.
Dieser allerdings ‚verzichtet‘ gerne auf diese Nuancen - zu Gunsten ‚einfacher Definitionen‘.
(was klarere ‚Feindbilder‘ zu modellieren erlaubt)
Brrrr!

Wir sind soziale Wesen Herdentiere, Hammeln.
Zum Glück aber auch inspiriert (mehr oder minder).

Da es hier offensichtlich viele verschiedene Sichtweisen zum Nahost-Konflikt gibt. Frage ich mich ob eine Initiative, welche sich mit der Möglichkeit von Ausbau von Humanitärer Hilfe im Gazastreifen, oder der Möglichkeit der Zivilbevölkerung eine Möglichkeit zur Flucht zu verschaffen beschäftigt, uns hier eher weiter hilft.
Da gäbe es evtl. einheitlichere Positionen.
Aber das wäre ein Thema für eine neue Initiative.
Angesichts der knappen Kapazität möchte ich hier auch keine Konkurrenz zu bestehenden Inis schaffen .

Die Amerikaner sind dran. Haben sogar einen provisorischen Hafen dafür errichtet. Andere Länder, ich denke auch DE, leisten ihren Beitrag. Das alles ändert aber nichts an der de facto Abriegelung des Gebietes.

Das klingt eher wie ein Plan. Nur - wer soll diese neuen Flüchtlinge aufnehmen? Und wie unterscheidet man Hamas-Schlächter von Zivilisten dabei?

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Nun wollen ein paar Eu- Länder den Staat Palestina ja doch anerkennen. Wollte hier einen Link einfügen aber bekomme es irgendwie nicht hin. Aber habt ihr denke ich wahrscheinlich auch mitbekommen.

Dass das etwas an der Situation im Gazastreifen ändert glaube ich aber kaum .

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Ja - ist mehr ein symbolischer Akt. Es gibt z.B. kein definiertes Staatsgebiet Palästina.

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