Neue Initiative zur ökologischen Landwirtschaft

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Aus aktuellem Anlass

Es ist toll zu sehen, wie sich Solidarität entwickeln kann, wenn wie Hier ein Fass explodiert ist.

Ich möchte hier vor dem möglichen großen Generalstreik ein wenig dafür werben über Differenzierung, Ursächlichkeit und Komplexität nachzudenken.
https://www.geo.de/.../agrardiesel-streit--warum-die
Die Sorgen jedes einzelnen steigen auf vielen Ebenen mit unterschiedlichen Blickwinkeln in diesen Zeiten und für viele ist es sehr bedrohlich.
Es wird hier keine schnelle einfache Lösung geben.

Jeder hat jetzt seinen Beitrag zu leisten.
Das Problem ist, dass Politik, der wir zu recht verlernt haben zu vertrauen, meistens Entscheidungen nur auf einzelne Teilbereiche abrichtet.
Dieses ist aber schon immer so gewesen und sollte ganzheitlich verändert werden.
Es ist falsch hier nur den Diesel und die Maschinen der Landwirte zu belasten.
Ehrliche Politik müsste alle Klimaschädlichen Subventionen ernsthaft auf den Prüfstand stellen.
Es gibt in allen Bereichen grobe strukturelle Probleme, die endlich komplex angegangen werden müssen.
Es ist gerade zu bezeichnend für deutsche Oberflächlichkeit und Begrenztheit, dass eine Entscheidung so eine Eskalation hervor ruft.

Hier stimmt also sehr vieles nicht.
Die Chance dieser Solidarität und Aufmerksamkeit sollte nicht darin verpuffen, jetzt nur diese Entscheidung zurück zu nehmen, sodass auch im nächsten Jahr aus den alltäglichen Gründen wieder zehntausende Betriebe aufhören müssen.

Wir müssen uns doch endlich konsequent zukunftsfähig aufstellen!
Die Verhaltensweisen sehr vieler politischer Entscheidungsträger, nicht erst seid der Ampel, haben mit ihren stehts abgegrenzten Entscheidungen laufend unterschiedliche Wertigkeiten in menschlichen Lebenssituationen erzeugt und damit laufend Verständnis, Vertrauen und Glaubwürdigkeit abgebaut.

Spätestens seid dem Ukraine Krieg sollten die meisten Menschen erkannt haben, dass wir uns mit der jahrzehnte langen Strategie Prozesse, die uns zu schwierig, zu teuer oder zu unbequem sind, auszulagern, maximal abhängig gemacht haben.

Der Gedanke somit schnellen Wohlstand zu erzeugen war von vorn herein auf ein schlechtes Fundament der Bequemlichkeit gestellt.

Meine größte Sorge ist aktuell die ökologische Notwendigkeit mit dem Klimawandel, der unsere Lebensweise noch auf unvorstellbare Weise verändern wird. Alleine dass sich ein vielfaches an Menschen auf den Weg in eine neue Heimat werden machen müssen, wird viele Kapazitätsgrenzen überschreiten. Die Möglichkeit Lebensmittel zu produzieren wird sich stark verändern müssen, um alle Menschen ernähren zu können.
Die zweite Sorge ist die gesellschaftliche Spaltung, da die gesellschaftlichen Knappheiten in Diskrepanz zu den ökologischen Notwendigkeiten stehen.
All die Herausforderungen können wir nur gemeinsam mit einem komplexen und langfristigen Blick lösen.
Jeder braucht für die Erwartungen, die an Ihn gestellt sind Unterstützung und hier muss der Staat ganzheitlich und fair liefern.
Warum schießen wir, die „normalen“ Bürger immer wieder gegeneinander und suchen Schuldige.
Bezeichnend für diese Denkweise ist die schon ewig wehrende Verfolgung der Juden weltweit. Wir brauchen scheinbar immer jemanden, den wir schuldig machen können für Entwicklungen, die nicht in unser Weltbild passen und unser Umfeld stören.

Die grundsätzlichen Gedanken jetzt Maßnahmen für mehr Klimaschutz konsequent in die Wege zu leiten sind richtig, dass in Frage zu stellen wäre bequem und naiv.
Das Grundproblem ist doch, dass der Staat die Lasten, die zu tragen sind, permanent nach Lobbyinteressen umverteilt und dabei komplexe Zusammenhänge für eine nachhaltige, solidarische, selbstbestimmte und wertschätzende Lebensweise ignoriert.

Wenn wir also diese Ampel mit der aktuellen politischen Motivation weg haben wollen, müssen wir uns auch fragen, welches abgegrenzte Ziel verfolgen die anderen, die uns zum Teil in diese Abhängigkeiten geführt haben.
Politik muss sich verändern, aber es macht keinen Sinn ständig nur die Gleise in eine andere Einbahnstraße zu lenken. Es ist gut, dass viele jetzt „aufstehen“ es muss aber klug nachgedacht werden, wie wir aus den Krisen herauskommen können.
Einfache Lösungen, die andere häufig anbieten, führen uns nur zu neuen Abhängigkeiten, die uns und unsere Kinder dann sicherlich noch viel härter treffen werden.
Geld, Arbeit, Freiheit, Freizeit, Familie und Frieden sind menschgemacht und mit der richtigen Motivation kurzfristig veränderbar.
Natürliche Lebensgrundlagen und biologisch notwendige Vielfalt sind resultierend aus unserer ungeduldigen Motivation, schnell Wohlstand zu erzielen, so stark beeinträchtig, dass hier mit menschlichen Maßnahmen schwer noch gegengesteuert werden kann.
Daher sollten wir endlich komplexe Erkenntnisse an uns heranlassen und gemeinsam die Chancen ergreifen, um jedem durch Handlung ermöglichen, seinen Sorgen zu begegnen und am Ende für alle Zufriedenheit zu erreichen.

Besonnenheit, Geduld und Vertrauen, Komplexität, Ökologie, Ökonomie und Notwendigkeit sollte auch jede*r Bürger*in jetzt bei Wahlentscheidungen mit berücksichtigen.
Es gibt keine einfachen, schnellen, günstigen Lösungen (woran wir uns im Alltag gewöhnt haben) um den komplexen Herausforderungen verantwortungsvoll, auch für die Lebensbedingungen unserer Kinder, zu begegnen.

Verantwortung - Nahrungswald e.V. | Biohof Spelle (biohof-spelle.de)

Darf gerne verbreitet werden!

Parteitagsrede Hermann Scheer (youtube.com)

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AbL e.V.: Gemeinwohlorientierte Verpachtung (abl-ev.de)

Die ABL ist hier insgesamt sehr zu empfehlen, weil hier Bio und Konventionell Raum gegeben wird.
Wir sollten versuchen die Vokabeln Bio und Konventionell zu vermeiden. Wir brauchen für jede Position Optionen sich zu verbessern und Herausforderungen als Chance zu entwickeln.

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wie rücken Herren (Lebensmittelkonzerne mit Knebelverträgen) und Knechte (Bauern mit offenbar nicht an Bauernsorgen interessierten Bauernverbänden) zusammen - das ausgerechnet gegen die 'gesamtgesellschaftliche Interessen. ;- )

"Gefordert sind Pragmatismus, Entbürokratisierung und die Rücknahme von Entscheidungen, die die Landwirtschaft und die gesamte Ernährungsbranche ausbremsen… "

Wer bremst die Ernährungsbranche wie aus?
(vergl. oben)

"Die Präsidenten der Verbände sagen übereinstimmend: „Wir lassen uns von der Politik nicht spalten…“

Nebelkerzen. Die da oben sind Schuld (nicht der Mittelbau).

„Die Verbände werden kurzfristig abgestimmte Maßnahmen vorschlagen. Ziel ist es, die deutsche Land- und Lebensmittelwirtschaft zu stärken und so die Ernährungssicherheit zu bezahlbaren Preisen zu gewährleisten“.

Da bin ich gespannt.

(wie gehabt? Billig produziert, billig verkauft?
Und sonst Kopf in (ausgedürte) Erde stecken?)

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