#aufstehengegenrechts

Original Veröffentlichtung: #aufstehengegenrechts | DEMOKRATIE IN BEWEGUNG - DiB

Appell an die linke Sammlungsbewegung Aufstehen

Hetzjagden, hasserfĂŒllte Parolen, Gewalt gegen Presse und Polizei. Die Bilder aus Chemnitz haben uns erschĂŒttert. Sie zeigen was passiert, wenn die Politik den Rechten nach dem Mund redet.

Inmitten der aufgeheizten Stimmung und der anhaltenden Debatte rund um die Migrationspolitik ist heute die linke Sammlungsbewegung Aufstehen offiziell gestartet. Wir begrĂŒĂŸen jeden Versuch, politische KrĂ€fte zusammenzubringen und zu bĂŒndeln, die sich fĂŒr eine gerechtere Gesellschaft starkmachen.

Doch insbesondere ein Punkt macht uns Sorgen: In ihrem Manifest werben die Initiator*innen von Aufstehen fĂŒr die BekĂ€mpfung von Fluchtursachen – doch die Integration von GeflĂŒchteten in Deutschland und Europa erwĂ€hnen sie nicht. Sie stellen einen direkten Zusammenhang zwischen den GeflĂŒchteten seit 2015 und der VerschĂ€rfung sozialer Probleme her.

Das halten wir fĂŒr gefĂ€hrlich! Es schließt den Kreis von links nach rechts. Es formt eine gemeinsame Front gegen alles Fremde. Es spielt die SchwĂ€chsten unserer Gesellschaft gegeneinander aus.

Deshalb appellieren wir an die Initiator*innen von Aufstehen: Steht auf gegen Rechts!

Weltoffenheit und Vielfalt sind Grundwerte unserer Gesellschaft. Wenn Ihr zum Aufstehen ruft, dann bitte auch zum Aufstehen gegen Rechts! Zum Aufstehen fĂŒr eine menschenwĂŒrdige Migrationspolitik, die einen Bogen spannt von der UrsachenbekĂ€mpfung bis zur erfolgreichen Integration von GeflĂŒchteten in unsere Gesellschaft!

Eine Sammlungsbewegung im Jahr 2018 kĂŒmmert sich um Geringverdienende UND GeflĂŒchtete. Sie schottet nicht ab, sondern hat Ideen fĂŒr Integration und Zusammenleben. In ihr kĂ€mpfen Frauen, junge Menschen und People of Color GEMEINSAM mit Arbeitslosen, Alleinerziehenden und Rentner*innen fĂŒr eine gerechte, vielfĂ€ltige und friedliche Gesellschaft.

Die Welt ist in den letzten Jahrzehnten auf vielen Ebenen offener und vernetzter geworden. Es gibt kein ZurĂŒck zu einer geschlossenen Welt in den Traditionen und Grenzen von Nationalstaaten.

Lasst uns deshalb KrÀfte sammeln, indem wir nach vorne schauen und mit neuen Ideen die Zukunft gestalten! Lasst uns Visionen und Utopien entwickeln, die keine Grenzen kennen auf dem Weg zu einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft!

DafĂŒr stehen wir auf.

39 „GefĂ€llt mir“

Deutschland braucht eine neue Sozialpolitik, eine die menschenwĂŒrdiges Leben fĂŒr Jede*n möglich macht, fĂŒr Arbeislose, Rentner*innen und Menschen mit Behinderungen genau so wie fĂŒr Migranten bzw. Asylsuchende.

Es muss Schluss sein mit dem gegeneinander ausspielen der sozial benachteiligten gegen zugewanderte Menschen.

DafĂŒr sollte sich eine linke Sammlungsbewegung stark machen.

12 „GefĂ€llt mir“

Beim ZDF-Interview gestern sprach Sarah von „Demokratie braucht Bewegung“ oder Ă€hnlich :wink:
Die Geister die wir riefen also, wachen langsam auf.
Mit unserer Kooperations-Initiative sind wir Vorreiter in Sachen Sammeln der progressiven KrÀfte und zum Aufstehen ermuntern.

Und ich denke wir sollten die Fragen zur Migration usw mit der Aufstehen.Bewegung genauer thematisieren um eine KlĂ€rung bestimmter Punkte zu erreichen und ein homogenes AufklĂ€rungspotential fĂŒr die BĂŒrger zu schaffen.

Schließlich vermute ich auch, daß es eher „absurd“ wĂ€re, linken Denkern und Politikern Xenophobie und Nationalismus anzulasten, wo der Internationalismus immer der Grundsatz linker Positionen war.

Bezug wird auf das Thema im GrĂŒndungsaufruf schon genommen :

„Die Zerstörung des sozialen Zusammenhalts, wachsende Unzufriedenheit und empfundene Ohnmacht schaffen einen Nährboden für Hass und Intoleranz. Auch wenn der Hauptgrund für Zukunftsängste die Krise des Sozialstaats und globale Instabilitäten und Gefahren sind: Die Flüchtlingsentwicklung hat zu zusätzlicher Verunsicherung geführt. Übergriffe auf Menschen aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Religion häufen sich. Wir lehnen jede Art von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenhass ab. Gerade deshalb halten wir die Art und Weise, wie die Regierung Merkel mit den Herausforderungen der Zuwanderung umgeht, für unverantwortlich. Bis heute werden Städte, Gemeinden und ehrenamtliche Helfer weitgehend allein gelassen. Viele bereits zuvor vorhandene Probleme wie der Mangel an Sozialwohnungen, überforderte Schulen oder fehlende Kita-Plätze haben sich weiter verschärft. Am Ende leiden vor allem die ohnehin Benachteiligten.“

Aber es ist gut das nochmal zu betonen, insofern finde ich den Blogbeitrag sehr gut :slight_smile: :+1:

12 „GefĂ€llt mir“

Drakon, ich finde den Blog-Beitrag angemessen.
Er drĂŒckt eine Besorgnis aus von den Vielen, die nicht erwĂ€hnt werden.
Wir merken nicht mehr, dass wir viel grĂ¶ĂŸere Probleme haben als die Integration GeflĂŒchteter. Deren Flucht zum großen Teil durch den ausufernden Moloch globaler Feudalkapitalismus verursacht wurde und noch wird.

Jede Zerstörung hat einen Wiederaufbau zur Folge.
Wir hÀngem am Meinungsleim der Migranton der KomplemtÀrblauen.
Es ist ein Thema, beileibe nicht das wichtigste.
Wichtiger ist, wie wollen wir in Zukunft leben. Hier mĂŒssen wir uns Positionieren.

4 „GefĂ€llt mir“

Ich vermisse auch die Forderung nach einem atomwaffenfreien SĂŒdpazifik! Aber mal ganz im Ernst:

Wir haben kein vorgefertigtes Programm. Der GrĂŒndungsaufruf ist die grundsĂ€tzliche Gesinnung der Bewegung, aber das Programm, dieses werden wir gemeinsam mit unseren AnhĂ€ngern erarbeiten.
aufstehen.de

Die Sache ist also noch in Arbeit. Ich denke mal, auch das mit der Integration und allen anderen wichtigen und wĂŒnschenswerten Punkten wird noch umgesetzt.

NatĂŒrlich gibt es einen gefĂŒhlten und sogar einen echten Zusammenhang zwischen Refugees und VerschĂ€rfung sozialer Probleme, auch wenn in letzterem nicht gar so viel echte Substanz stecken mag.

Bereits zu Beginn der 90er kam es gelegentlich vor, dass Mietern kommunaler Wohnungen zwecks Eigenbedarf gekĂŒndigt wurde, um dort Asylbewerber unterzubringen. Eben das wollte man in unserem damaligen Landkreis Potsdam vermeiden. Unser Landrat Norbert Glante (z. Zt. im EU-Parlament) besetzte daher z.B. im September 1992 eine zuvor von den Russen leergezogene Kaserne in unserem Ort, die Ende 1993 nach dem Abflauen des Zustromes wieder an die BiMA zurĂŒckgegeben wurde. Ich habe es momentan nicht auf dem Schirm, ob auch aktuell Menschen genötigt werden, sich eine andere Bleibe zu suchen. Jedenfalls kommt es insbesondere in den BallungsrĂ€umen zu einer zusĂ€tzlichen Verknappung und Verteuerung des vorhandenen Wohnraumes.

Ich stehe voll und ganz dazu, tatsĂ€chlich Verfolgten und Bedrohten Zuflucht zu gewĂ€hren. Und gut Integrierten auch ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu gewĂ€hren - bis hin zum Erwerb der deutschen StaatsbĂŒrgerschaft. Auch wenn bei manchen erhebliche Zweifel an einem echten Asylgrund bestehen mögen, bedeutet dies lange noch nicht, dass dieser vorgetĂ€uscht wurde.

Ich hatte allerdings damals auch die anderen kennengelernt, als ich - bewegt von den Meldungen ĂŒber fremdenfeindliche Ausschreitungen und AnschlĂ€ge - in unserem o. g. Heim als Mitarbeiter anheuerte. „We don’t want live like pigs!“ - musste ich z. B. von einer Gruppe Afrikaner hören. Und das sollten Verfolgte und an Leib und Leben Bedrohte sein?

Mir ist eigentlich jeder anstĂ€ndige und vernĂŒnftige ErdenbĂŒrger willkommen - aber nicht alle auf einmal! Die Probleme dieser Welt (auch die Verfolgung und Bedrohung von Menschen) mĂŒssen vor Ort gelöst werden. Und daher ist es eine etwas zu enge Sichtweise, sich verbal auf die Rechten als Feindbild einzuschießen. Die eigentlichen Verursacher der weltweiten Probleme sitzen in irgendwelchen Konzernzentralen, in PrĂ€sidentenpalĂ€sten sĂŒdlich des Mittelmeeres und diversen Nobelvillen.

6 „GefĂ€llt mir“

Der Bundesminister fĂŒr Inneres, fĂŒr Bauen und Heimat Seehofer hat heute Morgen erklĂ€rt, dass die Migration die Mutter aller Probleme sei.
Also ist die Welt in Ordnung.
Wir haben keinen Niedreiglohnsektor.
Wir haben keine Wohnungsprobleme.
Wir haben eine funktionierende mit ausreichend Personal ausgestattete Polizei.
Wir haben eine funktionierende mit ausreichend Personal ausgestattete öffentliche Verwaltung.
Wir haben keine Verkehrsprobleme in den GroßstĂ€dten.
Wir keine Rentenprobleme.
Wir haben keine Probleme in der Bildungspolitik.
Wir haben ein ausgezeichnetes, weil das teuerste, Gesundheitssystem. Das können wir uns leisten.
Wir haben eine intakte Infrastruktur.
Wir haben keine Probleme mit der Eneregiewende.






Also alles in Ordnung.
Aber die Migration. Wir stehen vor dem Umvolkung.
Wer ist eigentlich Rechtsextrem?

Edit: Wer ist eigentich der aggressivste Extrempopulist.

10 „GefĂ€llt mir“

+++ nicht als Moderator +++

16 „GefĂ€llt mir“

Auf jeden Fall. NatĂŒrlich hat auch jeder das Recht, seine Meinung zu Ă€ußern - Kritik inklusive. Nur nehme ich damals wie heute das Recht in Anspruch, dagegen zu halten. Die Unterbringung war zwar etwas spartanisch, aber auf jeden Fall menschenwĂŒrdig. Auch unser Wachmann und unsere beiden Betriebshandwerker waren mit ihren StĂŒbchen durchaus zufrieden. Ebenso all die anderen Heimbewohner. Welcher MĂ€rchenerzĂ€hler hatte ihnen weisgemacht, sie wĂŒrden hier den puren Luxus vorfinden? Ich will ja nicht völlig ausschließen, dass es teilweise auch politisch Verfolgte gewesen sein könnten, halte es jedoch fĂŒr ziemlich unwahrscheinlich. BTW: Die GebĂ€ude waren in keinem schlechteren Zustand, als das Haus, in dem sich unsere Wohnung befand.

Ich habe durchaus VerstĂ€ndnis fĂŒr „die anderen“, die kamen und noch kommen, weil sie sich hier ein besseres Leben erhofften. Manche könnte ich mir ĂŒbrigens durchaus als Nachbarn vorstellen. Aber wie bereits angefĂŒhrt - unsere SolidaritĂ€t muss die Menschen erreichen, bevor sie ihr BĂŒndel schnĂŒren.

@Goldi50
Unser Heißluft-Horst - wen wundert`s. Es ist ja Wahlkampf, die nĂ€rrische Zeit. Zumindest in Bayern. Und außer Bundesminister ist er auch noch CSU-Vorsitzender. FĂŒr diese Partei geht es jetzt bekanntlich um die Weißwurst.

Selbst wenn man die Migration als Mutter mancher Probleme betrachtet, sollte man die Großmutter nicht vergessen, nĂ€mlich die oft desolaten ZustĂ€nde, die die Menschen zur Flucht treiben. Und die sind maßgeblich vom globalen Norden mitverursacht worden.

Hatte vorhin eine Petition von SumOfUs mitgezeichnet, die die kalifornische Wasserbehörde auffordert, den illegalen Wasserraub (und das angesichts verheerender WaldbrĂ€nde) durch NestlĂš zu unterbinden. Dieser Konzern und andere haben ĂŒberall auf diesem Planeten ihre gierigen Finger drin. Letztlich sitzen wir alle - sowohl der Norden wie auch der SĂŒden - in einem Boot.

4 „GefĂ€llt mir“

Die NSDAP war aber nu echt nicht links. Was im Topf ist macht ihn aus, nicht was auf dem Etikett steht


2 „GefĂ€llt mir“

Der Historiker in mir möchte dir hier massivst widersprechen, Harry. Nur, weil etwas fĂŒr Arbeiter ist, ist es nicht zwangslĂ€ufig links. Ebenso ist durch die Verwendung des Wortes „Sozial“ noch nichts als Links gekennzeichnet. Damit betreibst du Wortklauberei und fĂ€llst du einem historischem Framing auf den Leim. Der Nationalsozialismus ist eine durch und durch rechte Strömung, in jeder politischen Hinsicht. Lass dich von dem Label nicht tĂ€uschen!

Richtig ist, dass die NSDAP in ihrer Mittelzeit (um 1933) einen linken FlĂŒgel hatte. Dieser wurde wĂ€hrend der Strasser-Krise und beim Röhmputsch fast vollstĂ€ndig aufgerieben. Danach gab es keinen, die Ideologie der NSDAP war schon immer Konservativ, Nationalistisch, Rassistisch und Antisemitisch, da war nie ein Funken ProgressivitĂ€t oder Internationalismus drin oder der Mensch im Mittelpunkt (Grundlagen der Linken Politik). Sie daher als Links zu bezeichnen, weil sie linke Themen gekapert haben, ist falsch.

Die von dir aufgefĂŒhrten Ziele sind zwar sozialistisch geframet, wenn man sie aber zu lesen versteht, dann erkennt man darin, dass die NSDAP nie sozialistisch war oder solche Ziele vertrat. Denn es ist nicht wichtig, was eine Partei vertritt, sondern warum sie etwas vertritt, wenn man sie einer Strömung zuordnen will. Ich möchte dir das an ein paar dieser Punkte deutlich machen:

Brechung der Zinsknechtschaft
Die Brechung der Zinsknechtschaft im Parteiprogramm der NSDAP bezieht sich auf „die BekĂ€mpfung des volksschĂ€dlichen jĂŒdischen Börsen- und Leihkapitals, daß die Deutschen moralisch verseucht“. So schrieb Goebbels bereits 1925:

„Unter Brechung der Zinsknechtschaft verstehen wir die Beseitigung der tyrannischen Geldgewalt der Börse in Staat und Wirtschaft, die das schaffende Volk ausbeutet, moralisch verseucht und zum nationalen Denken unfĂ€hig macht.“

Dieser Punkt verfolgte vor allem den Zweck, die in der damaligen Bevölkerung starken sozialistischen und antikapitalistischen Strömungen durch antisemitische Konnotationen auf die NSDAP umzuleiten. An einer Antikapitalistischen Position selbst war diese Partei nie interessiert, Sozialisten wurden von ihr von Anfang an bekÀmpft.

Bodenreform, die die Möglichkeit schaffen sollte, Boden fĂŒr gemeinnĂŒtzige Zwecke entschĂ€digungslos zu enteignen

Dazu einfach ein Zitat aus dem 25-Punkte-Programm, dass du auch zitierst:

GegenĂŒber den verlogenen Auslegungen des Punktes 17 durch Gegner der Partei ist noch folgende Feststellung notwendig:
Da die NSDAP. auf dem Boden des Privateigentums steht, ergibt sich von selbst, daß der Passus „Unentgeltliche Enteignung“ nur auf die Schaffung gesetzlicher Möglichkeiten Bezug hat, Boden, der auf unrechtmĂ€ĂŸige Weise erworben wurde oder nicht nach den Gesichtspunkten des Volkswohls verwaltet wird, wenn nötig zu enteignen. Dies richtet sich demgemĂ€ĂŸ in erster Linie gegen die jĂŒdische GrundstĂŒcksspekulations-Gesellschaften.

Verstaatlichung
Dieses Ziel hĂ€ttest du ganz zitieren sollen, dann wĂ€re auch hier die antisemitische Konnotation hervorgekommen. Es wird die Verstaatlichung von sogenannten Trust gefordert. Auch dieser Punkt steht unter der OberĂŒberschrift „Brechung der Zinsknechtschaft“ und zielt vor allem auf die jĂŒdischen BankhĂ€user ab, aber auch auf andere Großindustrielle - denn der erste Weltkrieg hat den Mittelstand zugunsten der Großindustrie praktisch gegrillt. Das ließt sich im Kontext mit dem Vorhergegangenen Punkt des Programms („Im Hinblick auf die ungeheuren Opfer an Gut und Blut, die jeder Krieg vom Volke fordert, muß die persönliche Bereicherung durch den Krieg als Verbrechen am Volke bezeichnet werden. Wir fordern daher restlose Einziehung aller Kriegsgewinne.“) besonders deutlich. In die gleiche Kerbe schlĂ€gt die Gewinnbeteiligung hier.

“Todesstrafe fĂŒr Wucherer”
Eine in der damaligen Parteienlandschaft recht verbreitete Forderung
 die entsprach irgendwie dem Zeitgeist der 20er


Alle von dir genannten Punkte haben nie einen sozialistischen Ursprung gehabt, sondern dazu gedient, in der Bevölkerung verbreitete antikapitalistische Ressentiments auf die Ideologie der NSDAP zu ĂŒbertragen. Lies dir das Programm doch mal in GĂ€nze durch.


- nicht als Moderator -

12 „GefĂ€llt mir“

Vielleicht solltet ihr mal aufhören, in den ganzen Labels eindeutige Inhalte zu vermuten. "Links", "Rechts", "Sozialistisch", "Anarchistisch", "Ökologisch" usw. - das alleine sagt nach all den Erfahrungen der letzten 100 Jahre nichts aus. Ein Partei kann auch alles verstaatlichen, armen Menschen ein Grundeinkommen geben und trotzdem Menschen mit andere Hautfarbe diskriminieren.

Das "S" in "SED" steht auch fĂŒr "Sozialistisch" und dann war die DDR eine Diktatur, das ist eben alles nur ein Label.

Wer also ein "linkes ParteienbĂŒndnis" möchte, sollte auch inhaltliche Mindestanforderungen an die Teilnehmer daran binden, z.B. den Ethik-Kodex. Nur sich eben nicht nur an Schlagwörtern aufhĂ€ngen.

5 „GefĂ€llt mir“

@jobeeonline, dem kann ich nur zustimmen. Unser Ethik-Kodex und unsere Vielfalt-Vorgaben sind die Basis einer Zussammenarbeit ergĂ€nzt mit einem starken Programm fĂŒr die BĂŒrgerrechte.
Ohne inhalltiche Aussagen wird jedes Aufstehen gegen faschistische Strömungen nichts bewegen.
Ein starkes Votum fĂŒr unser Grundgesetz und ein reset des Grundgesetzes, welches in den letzten Jahrzehnten zum Teil durch Verordnungen, ergĂ€nzende Gesetze den Grundgedanken der GrĂŒnder des GG verloren hat, sind zwingend erforderlich.
Hier sind wir gefordert.
Dazu gehört auch, dass wir uns wieder klar werden, welche Aufgaben Parteien zugewiesen worden sind. Parteien sollen mitwirken, Mitwirken, bei der politischen Willensbildung der BĂŒrger. Mitwirken bei der Willensbildung und nicht eine politische Richtung vorgeben und als alternativlos darstellen.

6 „GefĂ€llt mir“

Ich mußte lange ĂŒberlegen ob der folgende Text hier in diesen thread passt. Ich denke ja.
Der nachfolgende Text kurisert bei den KomplementÀrblauen im Netz. Ich möchte euch den nicht vorenthalten.

Jeder sollte sich dazu eine Meinung bilden.
Zitat: Pamphlet aus dem braunen Sumpf.

Ich hab so die Schnauze voll von dem NazigeplĂ€rre
Ich muss mich fĂŒr nichts schĂ€men
ich bin Deutscher
meine Mutter und mein Vater sind Deutsche
wir hatten nichts mit den Greultaten von Hitler zu tun 
und verabscheuen diese Taten zutiefst
Jede Nation hat Dreck am Stecken wohin man schaut. Ich lass mich nicht als Nazi diffamieren nur weil ich Deutscher bin und Kritik an unserer Politik ĂŒbe. Die FlĂŒchtlingspolitik von Frau Merkel hat nichts mehr mit humanitĂ€rer Hilfe zu tun 
sondern die Zerstörung unserer Kultur, unseres Friedens unserer Sicherheit. Ich bin stolz Deutscher zu sein
so wie die TĂŒrken stolz sind TĂŒrken zu sein
wie Italiener, Griechen, Spanier stolz sind auf Ihre Herkunft. Ich schulde Niemand etwas
Ich möchte in Frieden leben und wer den Frieden in Deutschland gefĂ€hrdet, muss Deutschland verlassen. Ich habe mein Leben lang gearbeitet und keine Lust mit Denen meine verdiente Rente zu teilen, die noch nie etwas zu unserem Sozialsystem

beigetragen haben und unser System nur ausnutzen. Rente ist keine Sozialleistung sondern Geld das wir verdient und eingezahlt haben. Jeder der unsere Kultur respektiert und sich integriert, hier arbeiten und mit uns hier leben, mit uns und nicht parallel zu uns, unsere Gesetze achtet ist gern gesehen, ungeachtet welcher Hautfarbe und Religion. All Jene die hier Verbrechen begehen und sich nicht integrieren, sollten sofort ausgewiesen werden. Unsere Politiker haben die Pflicht uns zu schĂŒtzen. Bin ich deshalb links oder rechts ?

Um in Deutschland wieder gut und sicher Leben zu können muss politisch ein Wandel geschehen. Wir brauchen Politiker fĂŒr Deutschland, fĂŒr mehr Gerechtigkeit
Gesetze fĂŒr Menschen, Tiere und Umwelt und nicht wie im Moment wider jeder Vernunft.

Gefunden, fĂŒr gut befunden und kopiert.

Wohlgemerkt die Überschrift stammt von mir. Der Inhalt kurisert im braunen Netz.
Hiermit werden BĂŒrger geködert mit schönen Worten und tollen Gedanken wie mehr Gerechtigkeit 
 Gesetze fĂŒr Menschen, Tiere und Umwelt

Aber den Klimawandel leugnen, fĂŒr Atomkraft, etc.
Wie kann dem begegnen werden?
Doch nur wenn wir geschlossen gegen diese Blender und Demagogen aufstehen und sie als Scharlatane demaskieren, oder?

7 „GefĂ€llt mir“

Der Text zeigt, wie fliessend die Grenzen sein können: einerseits wird mehr Gerechtigkeit gefordert, mehr Gesetze fĂŒr Menschen, Tiere und Umwelt, und Migranten, die Verbrechen begehen, sollen ausgewiesen werden. Dazu kann man.denken, okay, sehe ich auch so.

Aber dann die Behauptung, dass die FlĂŒchtlinge unsere Kultur, unseren Frieden und unsere Sicherheit zerstören, da zeigen sich die Vorurteile, das vergiftete Gedankengut. Viele schaffen es dann nicht mehr, zu differenzieren und denken: das stimmt doch alles.

Nein, es stimmt nicht alles, sondern nur ein (kleiner) Teil, da sehe ich die große Gefahr.

3 „GefĂ€llt mir“

Gefunden - check :white_check_mark:
fĂŒr gut befunden - nope :no_entry:
kopiert - nope :no_entry:


Was fĂŒr eine Ă€rmliche Entschuldigung.

Doch, musst Du Dir gefallen lassen, wenn Du deine Kritik derart Àusserst.

Genau das nennt man humanitÀr - Menschen vor Elend oder dem sicheren Tod retten. Wenn man dies tut, zerstört es nicht Kultur, sondern es bereichert sie und sichert Frieden.

Tja, zu kurz oder gar nicht gedacht. Denn dein Wohlstand fusst auf dem Ausbeuten der LĂ€nder der GeflĂŒchteten.

Hierzu meine volle Zustimmung. :+1:t3:

Nö, bist Du nicht wenn Du nicht willst. Aber ein Nazi, Rassist, DummschwĂ€tzer oder A
loch kannst Du trotzdem sein.

Deutschland gehört (mit oder ohne Migranten) zu den sichersten LĂ€ndern der Welt. Das ist gefĂŒhlt vielleicht anders.

Ich will nicht beschönigen, dass es in D grosse Probleme und Herausforderungen gibt, aber die GeflĂŒchteten haben da wenig mit am Hut. Dazu fand ich heute das hier:



FĂŒr alle, die nur mal eben zu diesem Beitrag hoppen: @Goldi50 ist nicht der Autor der Zitate.

+++ nicht als Moderator +++

12 „GefĂ€llt mir“

Danke Gerald, dass Du mich nicht als Autor dieses Pamplethes genannt hast.
Dieses Pamphlet kursiert derzeit in den „social mediae“ der dunklen Seite.

Beachtet die Wortwahl - kann man das Demagogie nennen?
Keine aggressiven Worte!
HIer werden Ängste genĂ€hrt!

Noch einmal meine Frage, wie können wir dem Ausbreiten dieses Schlammes Einhalt gebieten?
Sie aggressiv anzugehen wird sie noch enger zusammenrĂŒcken lassen.
Die SĂŒddeutsche Zeitung hatte vor einiger Zeit einen Artikel mit dem Thema ob man mit Satire Politik machen kann.
Kann man auf die Argumente in diesem Pamphlet, die Du im einzelnen kommentierst, wirklich mit Fakten wiederlegen? Ich habe lange darĂŒber nachgedacht und mit vielen Leuten gesprochen. Ich habe, vielmehr hatte in meinem Bekanntenkreis, Sympathisanten, die sich in diesem braunen Schlamm suhlen und wohlfĂŒhlen. Argumente wurden abgetan, es steht doch alles im Internet. Also habe ich die Kontakte abgebrochen. Auch mit dem Hinweis, dass ich nicht mit Faschisten an einem Tisch sitzen will.
Aber ist das richtig. Wie will ich den Einzelnen von dieser, seiner Meinung abbringen.

Ich bin fĂŒr mich zu dem Schluß gekommen. Ich darf nicht den Einzelnen ansprechen. Ich muß diese Denkweise diffamieren und als das darstellen was sie ist. Eine archaische Denkweise. Die Kelten wĂ€ren moderne Menschen zu der heutigen Denkweise dieser Leute aus der braunen Ecke.

7 „GefĂ€llt mir“

Entschuldigt meinen Hinweis auf die Literatur. Aber da wÀren wir wieder bei dem Thema Kultur und Bidung.
Wer kennt die Tragikkömodie von Max Frisch Biedermann und die Brandstifter (Klasse 8 - 10)?

Ein Hinweis zum Inhalt: Das StĂŒck ist die Geschichte des BĂŒrgers Gottlieb Biedermann, der die Brandstifter in sein Haus einlĂ€dt, um von ihnen verschont zu werden. Es entlarvt prĂ€zise eines Geisteshaltung, die der Technik des TotalitĂ€ren zum Erfolg verhilft. Biedermann und die Brandstifter - eine politische Parabel, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der LĂŒge bezieht, sondern aus der Inszenierung der biedermĂ€nnischen Wehrlosigkeit gegenĂŒber Verbrechern, die von Anfang an sagen, was sie wirklich wollen.
Diese LektĂŒre haben wir noch in der Schule durchgenommen. Meine Abschlußarbeit in der Realschule hatte den Nationalsozialismus zum Thema. Wird das heute ĂŒberhaupt noch in der Schule behandelt, ausfĂŒhrlich, oder nur am Rande gestreift?

Wir wissen, was dieser braune Sumpf wirklich will. Entlarven wir sie als Brandstifter.
ErgÀnzung: Sagen wir was wir wollen!!!

6 „GefĂ€llt mir“

Eine breite Kooperation gegen Rechts?

https://marktplatz.dib.de/t/aufstehen-gegen-rechts-kooperation-der-demokrat-innen/24981

2 „GefĂ€llt mir“

in
https://marktplatz.dib.de/t/schatzkammer-der-bildung-teile-deine-lieblings-artikel-buecher-ausstellungen-kulturveranstaltungen-dokumentationen-vortraege-und-kurse-2/20631/37
Hinweis auf eine Àusserst interessante Analyse der Lage.

Da wĂ€re zunĂ€chst mal zu klĂ€ren, was jemand unter einem „Volksdeutschen“ oder einem „Deutschen“ versteht. Die Hardliner, die einen Nachweis bis in die 10. Generation fordern (das wĂ€re die Zeit des Alten Fritzen), sind fĂŒr mich absolut inakzeptabel. Andererseits gibt es auch die Pragmatiker, die zwar keine Zuwanderung im großen Stil wollen, mit der aktuell ĂŒblichen Praxis aber keine Probleme gaben. Und die dazwischen Liegenden.

Von mir aus kann jemand Jerome Boateng neben sich blass aussehen lassen. Stört mich ĂŒberhaupt nicht. Vielleicht hatte ich auch schon mal meinen in Nashville TN geborenen Großneffen erwĂ€hnt, dessen Großvater zeitweilig in den USA lebte und der wieder in seinem heimischen Nildelta wohnt. Und der auch einen russischen General als Vorfahren hat. Ich hoffe doch sehr, dass er sich fĂŒrs Hierbleiben entscheidet, wenn er volljĂ€hrig ist.

Um mich genauer gegenĂŒber der AfD positionieren zu können, mĂŒsste ich mir mal deren Programm durchlesen. Nur vom Hörensagen - das reicht mir nicht.

@SirFerence: Gegen Nationalismus, Grenzen, Feindbildung, Kriege, Raubtierkapitalismus mit allen seinen Auswirkungen, 

FĂŒr mehr :heart:, Miteinander, Nachhaltigkeit, Gemeinwohl 


So sehe ich das auch. Mit einer kleinen EinschrĂ€nkung: Solche Grenzen, wie dem bis Ende der 80er existierenden Eisernen Vorhang oder das von Trump geplante UngetĂŒm will ich zwar auch nicht, aber so ganz ohne kann ich mir das vorlĂ€ufig nicht vorstellen.